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  #21  
Alt 26.10.2019, 16:50
jakob jakob ist offline
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Beiträge: 1.100
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Sincos, falls diese Diskussion hier stört, bitte verschieben oder Bescheid sagen, dann eröffne ich einen neuen Thread in einer anderen Abteilung.

Zitat:
Zitat von söckle Beitrag anzeigen
...also ich hab hier natürlich keine detaillierte Hintergrundinformationen. Aber Sony / Philips müssen doch seinerzeit ein einigermaßen robustes Protokoll bzw. Spezifikationen für "SPDIF" entwickelt haben. Also sprich, el. Grenzwerte, die in der Praxis auch einhaltbar sind damit der jeweilige Empfänger das Signal aus "wilden" Spannungspitzen auch wieder zuverlässig interpretieren kann. Sonst hätten die ziemlichen Mist gebaut, wenn das in 2019 immer noch nicht "sauber" gelingt ....
KSTR hat es bereits in seinem Post angesprochen, der Unterschied (bzw. das Problem) liegt darin, dass es einerseits um die korrekte Bitinformation geht, andererseits aber der am Ende wandelnde DA in irgendeiner Form seinen Takt an das einlaufende Digitalsignal koppelt.

Die zulässigen Fehlergrenzen (in diesem Fall die zulässigen Jitterwerte) sind sehr unterschiedlich in Bezug auf die beiden Kategorien.
Hinzu kommt, dass in den ursprünglichen Normen - basierend auf dem Sony Protokoll S/Dif - nur Abtastfrequenzen zwischen 32 kHz und 48 kHz (+- 12,5%) vorgesehen waren, aber später höhere Abtastfrequenzen ebenfalls zulässig waren, also in die Norm aufgenommen wurden.

Um die Datenintegrität (also die Richtigkeit der übertragenen Digitalinformation) sicherzustellen, wurde festgelegt, welche Jitterwerte die Empfängerseite "aushalten" können muss und trotzdem immer noch die richtigen Informationen aus dem Datenstrom zu extrahieren. Sie sind erstaunlich hoch, denn 32 ns Jitter muss verkraftbar sein. (Feinheiten der einzelnen Normen außer Acht gelassen, die Jitterwerte sind nach Frequenzbereich unterschiedlich, werden generell enger zu höheren Frequenzen).

Das heißt, jeder Empfänger kann zunächst innerhalb dieses Wertebereiches korrekte Datenbits aus dem Datenstrom herausholen.
Wenn danach auch noch eine DA-Wandlung erfolgen soll, müssen diese Daten mit den korrekten, gleichen (äquidistant) Zeitabständen ausgegeben werden, dieser Ausgabetakt aber darf höchstens einen Jitter von 130-150ps aufweisen, damit die mögliche Signalqualität eines z.B. 16Bit/44,1 kHz - Systems um weniger als ein 1/2 - Bit verschlechtert wird, also liegen ein Faktor von 250 zwischen diesen beiden Jitterwerten.

Die Normen machen zu diesem zweiten Wert iaR keine Aussage bezüglich der Maximalwerte.
Es finden sich zwar je nach Normunsquelle Hinweise auf mögliche Fehlerquellen und Gegenmassnahmen, aber der Anspruch hinsichtlich der endgültigen Signalqualität bleibt den einzelnen Herstellern überlassen.

Üblicherweise sollen Normen auch nur die grundlegende Funktionalität sicherstellen, aber nicht zu eng ausgelegt sein, da man ansonsten für jede Gerätekategorie und Qualitätsstufe eigene Normbereiche benötigen würde.

Hinzu kommt, dass ein Jitterwert zur Beschreibung im Hinblick auf die Signalqualität denkbar ungeeignet ist, da das Jitterspektrum die wichtigere Information beeinhaltet.
200 ps "zufälligen" Taktjitters sorgen nur für eine Verschlechterung des Rauschabstandes, während 200 ps "deterministischen" Taktjitters für Signalverzerrungen sorgen (Hörbarkeit ausser Acht gelassen).

Nachtrag: Die erste IEC - Norm stammt aus dem Jahr 1986 (IEC958),die letzte Fassung (IEC 60958) aus dem Jahr 2016; AES (AES3-1992) und EBU (tech 3250) gaben eigene Normen heraus, die sich meist nur/mehr auf die professionelle Variante (auch AES/EBU genannt) bezogen, es gibt zahlreiche Änderungen im Laufe der Jahre, sowie erklärende Hilfstexte, die bei der Interpretation der Normen helfen sollen.
__________________
Gewerblicher Teilnehmer;
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik u.a.

Geändert von jakob (26.10.2019 um 17:01 Uhr).
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