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KH - Alles Mögliche um Kopfhörer Hier findet sich alles zum Thema Kopfhörer, was sonst nirgendwo reinpasst

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  #1  
Alt 11.09.2015, 22:59
Dynavit Dynavit ist offline
 
Registriert seit: 14.01.2014
Beiträge: 2.358
Standard Hörschäden durch KH- Hören!?

Hallo,
Ich hab's ja schon im CanJam-Tread anklingen lassen und wollte dort aber nicht alles zumüllen mit meinem "persönlichen Problem".
Eigentlich ist es gar kein Problem für mich, dass ich seit drei Wochen 2 Hörgeräte benutze.
Nachdem ich seit ca.einem Jahr immer mehr Probleme mit dem Verstehen von anderen Leuten vor allem in Gesellschaft und in lauterer Umgebung hatte, stattete ich am Weg von der Arbeit einem Hörakistiker einen Besuch ab.
Ergebnis: 20% Hörverlust am linken, 30% am rechten Ohr mit starken Höhenabfall ab 2 kHz. Für mein Alter nicht ungewöhnlich, aber der Verlust in den Höhen erschwert das Hörverstehen doch stark.
Mit den Hörgeräten geht es mir jetzt um einiges besser. Die Anstrengung die einzelnen Wortfetzen zusammenzusetzen hatte mich so viel Energie gekostet. Ich bin jetzt nicht mehr so viel müde und habe wieder mehr Energie.
Ich verstehe meine Kinder und meine Frau (zumindest akustisch) und kann wieder an Gesellschaft teilnehmen.
Zum Kh hören habe ich in DSP den Equalizer entsprechend meiner Messungen aktiviert und höre natürlich ohne Hörgeräte. Den Unterschied der einzelnen Typen zu erkennen geht nach wie vor. Bin ja nicht plötzlich taub. Im Vergleich zu meinen Kumpeln höre ich am Poti um 1-2 Einheiten lauter. Ich kenne aber auch welche, die mehr aufdrehen , als mir angenehm ist.
Warum ich das aber HIER schreibe hat mehrere Gründe:
Natürlich habe ich mit Ärzten gesprochen und recherchiert. Hörschwäche ist altersbedingt, aber viel Lärm(und das ist auch die schönste Musik, wenn sie laut ist) ist einfach schlecht. Das Ohr entscheidet nicht zwischen angenehmen Tönen und grausamen Geräuschen, sondern hier geht es um Schalldruck und Dauer.
Tiefe Töne beeinträchtigen übrigens die Wahrnehmungsfähigkeit von hohen Tönen, weil sie am Weg ins Innere der Hörspirale an den Häärchen für die Wahrnehmung der hohen Frequenzen vorbei müssen.
Lange, laute Musik ist also einfach nicht gesund. Und je besser ein KH, desto weniger bekommt man von der Lautstärke mit, weil ja nichts verzerrt.
Ich habe bei mir 60-80db in einer Kh-Muschel gemessen bei gut lauter Musik. Und das über 3-5 Stunden neben dem Lesen täglich. Offenbar zu viel.
Schäden im Ohr sind irreversibel. Ein Pfeifen im Ohr nach einem Konzert läßt sich zwar wegschlafen. Aber durch Minderdurchblutung verlegte oder abgestorbene Häärchen bleiben für immer funktionslos.
Laut Hören kann man , soweit ich weiß, nicht trainieren wie einen Muskel.
Für mich bedeutet das in Zukunft, entweder kürzer intensiv Musik hören oder Lesen.
Sollte man irgendwelche Bedenken bezüglich der eigenen Hörfähigkeit haben, empfiehlt sich ein Test möglichst früh. Hörgeräte können nämlich ein Verlernen des Gehirns vermeiden.
Keine Angst, da gibt es echt geile Geräte. Kosten so viel wie die Topmodelle bei den KH. Neues Spielfeld also. Mit 30-Band Equalizern und 6 Programmen, Richtmikrofon...Inears,Onears, Bluetooth, Fernsteuerung, Handyfunktion....richtiges Männerspielzeug!!!
Und schließlich habe ich auf einmal viel mehr Zeit für ander Dinge...
Und seh die Szene viel gelassener....
Trotzdem viel Spaß
__________________
HP, SOTM USBUltra, Stefan‘s USB, audioquest Diamond, Ayre QB9 DSD, Stereovox, Paltauf Stax-Verstärker, Malvalve Headamp mk4, Stax SRD-X pro, Chord Mojo, ifi iCAN SE, Stax 009, 007 mk1 u. mk2, SR404, Nova Signature, Lambda Pro, Sigma Pro, SR 003mkII, Audeze XC, Sennheiser HE60, Sennheiser HD 800 DuPont, HD 600, 580, 540, Oriolus 2nd. , AKG K1000, 812, 712, Grado GH2, Nordost, Synergistic Research Basen, Harmonix, Shun Mook; PS Audio P500, Isotek Aquarius
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  #2  
Alt 12.09.2015, 01:22
Truesound Truesound ist offline
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 3.528
Standard

Hallo Dynavit,

da sprichst du wahr. Gerade für Vielhörer sollte man immer mal ein einigermaßen brauchbares Pegelmessgerät zur Hand haben um auch mal zwischendurch die Lautstärke messtechnisch zu kontrollieren damit man ein Gefühl dafür bekommt was 60 dBA, was 70 dBA, was 80dBA und mehr sind....

Durch dauerhaftes zu laut hören über Jahre oder sogar sehr viele Jahre macht man sich regelrecht die Ohren kaputt.
Das kommt oft zunächst "schleichend"
Man kann ruhig mal kurz richtig aufdrehen die Betonung liegt auf kurz.

Es kann helfen wenn der Hörraum an sich einen sehr sehr geringen akustischen Störpegel hat, weil man dann im Schnitt mindestens 5-10 dB leiser hören kann und hört immer noch das gleiche als wenn der akustische Störpegel höher ist und man diese 5-10 dB auf das Grundgeräusch im Raum draufpacken muß.

Beim Kopfhörer insbesondere geschlossen hat man schon eine gute Dämpfung zur Umgebung bei offenen Modell natürlich entsprechend weniger...

Privat wird oft zu lange, zu oft zu laut gehört.....

Grüße Truesound
__________________
Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)

Geändert von Truesound (12.09.2015 um 01:27 Uhr).
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  #3  
Alt 12.09.2015, 09:52
LOSAMOL
 
Beiträge: n/a
Standard

Ob langes Motorrad fahren mit einem schlecht anliegenden Helm, stundenlanges fahren mit einer Landmaschine, Pressluftblasen, Holz sägen... Die Liste ist schier unendlich um auf Dauer einen Gehörschaden zu erleiden. Alleine schon das Geräusch einer Kaffeemaschine wenn sie heißen Wasserdampf ablässt...
Trotzdem gute Besserung werter Themenstarter... LG. Christoph
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  #4  
Alt 12.09.2015, 09:58
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.745
Standard

Zitat:
Privat wird oft zu lange, zu oft zu laut gehört.....
Das beobachte ich schon seit Jahren. Generell wird viel zu laut vorgeführt. Die Hörschädigung ist vorprogrammiert.
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  #5  
Alt 12.09.2015, 10:20
Nomax Nomax ist offline
 
Registriert seit: 28.10.2013
Beiträge: 8.041
Standard

Ich glaube des ganze hängt auch davon das man die ganze Sache lauch angsam angeht,ich höre seit über 22 mit KH

Mann kann es als so eine Art Training bezeichnen,hätte ich damals schon Vollgas gegeben mit hoher Lautstärke würde ich wohl auch schon eine Schädigung besitzen

NOMAX

Ps.und ich lasse mir ca.alle 4 Monate meine Gehörgänge fachmänisch säubern
__________________
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Geändert von Nomax (12.09.2015 um 10:44 Uhr).
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  #6  
Alt 12.09.2015, 10:27
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.745
Standard

Zitat:
ich lassee mir alle 4 Monate meine Gehörgänge fachmänisch säubern
Das sollte man besser sein lassen, denn das Ohr reinigt sich selbst, es sei denn, man hat z.B. beruflich bedingt, stark verschmutzte Gehörgänge. Ich wundere mich, wie wenig man über die Anatomie des menschlichen Gehörs weiß.
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  #7  
Alt 12.09.2015, 10:39
Nomax Nomax ist offline
 
Registriert seit: 28.10.2013
Beiträge: 8.041
Standard

Mein HNO(selbst K812 FAN)meinte zur mir nur ☝️☝Gregor du kannst dir nicht vorstellen wie verdreckt die meisten sind und was da alles rauskommt mit dem Sauger

NOMAX
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  #8  
Alt 12.09.2015, 10:48
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.745
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http://www.hno-aerzte-im-netz.de/all...renpflege.html
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  #9  
Alt 12.09.2015, 10:54
Nomax Nomax ist offline
 
Registriert seit: 28.10.2013
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NOMAX
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  #10  
Alt 12.09.2015, 10:57
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 5.614
Standard

Hi,

Die Gefahr der Hörschädigung per KH hat weniger mit einem abrupten Wechsel auf laut zu tun - das schädigt natürlich ebenfalls - als mit einer Langzeiteinwirkung. Wer glaubt, es wäre eine Lösung, sich an laute Pegel langsam heran zu tasten, ist aus meiner Sicht auf dem Holzweg. Es führt lediglich dazu, dass diese Person wegen Gewöhnungseffekt irgendwann gar nicht mehr mitbekommt, dass sie viel zu laut hört.

Ich kann aus der Vergangenheit im Umgang mit der Materie auf Messen, Händler-Vorführungen sowie auch privat nur sagen, dass es sehr oft erschreckend war. Ich bekam einen KH gereicht, den vor mir jemand anders auf hatte und es hat mir fast das Gehör zerlegt. Mitunter so laut, dass es mehr Krach als sonst etwas war. Nicht Krach wegen überschrittenen Möglichkeiten des Hörers sondern rein wegen Lautstärke. So als würde jemand in einem Zimmer in einem halben Meter Entfernung lauthals schreien.

Es geht auch am Ende nicht darum, dass man einen Hörer hat, der geradezu prädestiniert ist, hohe Lautstärken zu verarbeiten. Ein ausgebildeter Tenor oder Bass hat mit Sicherheit eine saubere, glockenklare Stimme gegenüber dem Ottonormalverbraucher. Aber niemand käme doch auf die Idee, mit seinem Ohr bis auf ein paar Zentimeter an den Sänger heran zu rücken.

Letztlich muss es aber jeder selbst entscheiden, wie wichtig ihm ein unbeschädigtes Gehör ist. Wenn jemand meint, weil es ihm einen Kick gibt, sich seine Ohren auf dauer kaputt machen zu müssen, wird er das spätestens dann bereuen, wenn seine Ohren ohne Hilfsmittel nicht mehr viel hergeben. Das war's dann nämlich und dieser Schritt ist nicht rückgängig zu machen.

ich kann nur jedem empfehlen, sich beim hören mit dem Pegel Zeit zu geben. Auch die Lautstärke, die manchem auf Anhieb als zu wenig erscheint, wird vom Ohr und dem Gehirn nach einer bestimmten Zeit als passend dargestellt. Es ist ein wenig Training. Hat man dieses Training, merkt man, dass es gar nicht leise ist.

Auf jeden Fall, Acht auf unseren Schatz, das Gehör geben.

Gruß,
Otwin
__________________
Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

Geändert von lotusblüte (12.09.2015 um 11:12 Uhr).
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