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Elemente zur Optimierung der Raumakustik Ideen und deren praktische Umsetzung

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  #11  
Alt 12.03.2009, 15:24
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Beiträge: n/a
Standard AW: Basotect : Werksangaben vs. Messung

Hallo!

Meine Messung:


Einmal Mirko vor LSP in ~50cm Abstand.
Dann einmal eine 5cm Platte (1x1m) dirket vor die Schallwand zwischen Mikro.
Dann 2x 5cm Platte davor. Kein Gate im Raum.

mfg
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  #12  
Alt 12.03.2009, 17:17
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Beiträge: n/a
Standard AW: Basotect : Werksangaben vs. Messung

@ Speedy,

hier eine Antwort die ich für Basptect hier rein setzen möchte:


In der Theorie breitet sich eine sinusförmige Schallwelle mit einer Geschwindigkeit im Medium Luft von c = 344 m/s aus.
Hieraus errechnet sich die Wellenlänge Lambda l = c * Frequenz f Bei einer Frequenz von 500 Hz ergibt sich ein Lambda von l = 0,69 m Bei einer Frequenz von 125 Hz ergibt sich ein Lambda von l = 2,75 m

Am effektivsten kann Basotect die Schallenergie bei l/4 absorbieren, also dort wo die Luftteilchen sich am stärksten bewegen.
500 Hz: l/4 = 17 cm
125 Hz: l/4 = 69 cm

Es ist daher nicht so sehr die Dicke des Absorbers entscheidend, vielmehr die Position des Absorbers aus Basotect zur Schallquelle und den angrenzenden reflektierenden Flächen.

Wenn Sie z.B. Basotect in 10 cm Dicke mit einem Abstand von ca. 10-15 cm vor einer Wand positionieren, dann müssten Sie den Effekt zumindest bei 500 Hz deutlich spüren. Im niederfrequenten Bereich bei 125 hz muss man schon tiefer in die Trickkiste greifen und mit Verbundplattenresonatoren arbeiten.

Es gibt aber noch einen zweiten Effekt, der bei Ihnen möglicherweise auch eine Rolle gespielt hat. Wenn die Basotect-Platte zwischen LS und Mikro nicht mindestens 5 mal so groß wie Lambda ist, merkt die Schallwelle eigentlich gar nicht, dass sich ein Hindernis im Raum befindet, d.h. es bildet sich kein akustischer Schatten aus.

Alles sehr theoretisch, aber vielleicht hilft es ein wenig weiter.

Grüße, Dirk
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  #13  
Alt 12.03.2009, 17:33
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Beiträge: n/a
Standard AW: Basotect : Werksangaben vs. Messung

So siehts aus.

Es ist daher deutlich "günstiger" (weil auch billiger) wenn man anstelle 10cm Basotect (oder sonstigen porösen Absorber) direkt an der Wand, besser 5cm alleridngs mit 5cm Abstand zur Wand anbringt.

Praktisch gleiche Wirkung, allerdings nur die Hälfte an Material verbaut. Volumensverlust bleibt allerdings der selbe....

Auch der letzte Absatz korreliert recht gut mit meinen Messungen!

mfg
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  #14  
Alt 12.03.2009, 19:59
Speedy Speedy ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 1.194
Standard AW: Basotect : Werksangaben vs. Messung

@Dirk
Danke ! Das ist doch mal eine Aussage mit der man was anfangen kann.

@Schauki
10cm Dicke mit 10cm Abstand dürfte aber noch effektiver sein.

Und nächste Woche weiß ich dann auch genau wo die Schwachstellen sind und kann dann gezielt eingreifen. Baso und Plattenschwinger warten auf ihren Einsatz. Bisher hab ich ja immer nur Reflektionen bekämpft.

Beste Grüße
Speedy
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  #15  
Alt 12.03.2009, 20:02
jakob jakob ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.007
Standard AW: Basotect : Werksangaben vs. Messung

Weil eine direkte Messung mit derartigen Schwierigkeiten verbunden ist, erfolgt normgemäß die Absorptionsgradbestimmung über Nachhallzeitenvergleich im Hallraum.

Üblicherweise beträgt dabei die zur Messung eingebrachte Fläche mind. 10 qm ~= 5% der Begrenzungsflächen des Hallraums.

Die von Dirk geposteten Diagramme zu Basotect sind mE nach diesem Verfahren ermittelt worden und scheinen mir stimmig im Verlauf.

Gruß
__________________
Gewerblicher Teilnehmer;
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik u.a.
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  #16  
Alt 12.03.2009, 21:09
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Beiträge: n/a
Standard AW: Basotect : Werksangaben vs. Messung

Zitat:
Zitat von Speedy Beitrag anzeigen
...

@Schauki
10cm Dicke mit 10cm Abstand dürfte aber noch effektiver sein.
...
Exakt so ist es!

mfg
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  #17  
Alt 22.05.2009, 15:37
jakob jakob ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.007
Standard AW: Basotect : Werksangaben vs. Messung

Neben der Messung im Hallraum gibt es nach Norm noch die Möglichkeit in einem (Rund)-Rohr eine entsprechend kleinere Menge zu messen.

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, die Hallraummessung führt leider häufig wegen der nahezu unvermeidbaren Kanteneffekte an dem eingebrachten Material zu Absorbtionsfaktoren >1 , was ansich (abgesehen von den Vorstellungsschwierigkeiten) nicht weiter tragisch wäre, aber Raumakustiksimulationen erschwert.

Cox & Antonio zitieren eine Untersuchung von Material in 24 verschiedenen Messlaboren; die Standardabweichungsintervalle sind erstaunlich groß, also sollten auch gemessene Zahlenwerte nicht überbewertet werden.

Gruß
__________________
Gewerblicher Teilnehmer;
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik u.a.
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