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Ungesichertes Audio-Wissen Hier versuchen wir, Wissen zu schaffen

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  #1  
Alt 23.04.2015, 11:09
Suedalpler Suedalpler ist offline
 
Registriert seit: 15.09.2013
Beiträge: 473
Standard Entwicklungsteorien und die "Neue Welt"

Hallo zusammen,
hab jetzt doch etwas Zeit gefunden hierzu auch noch ein paar Zeilen zu schreiben, denn...
Zitat:
Zitat von music is my escape Beitrag anzeigen
...
Die Stromversorgung spielt beim RME eine große Rolle; mit dem richtigen Netzteil kann man da viel rausholen. Und je neutraler bzw. im Falle des RME kühler/ metallischer ein Wandler auftritt, desto mehr gewinnt die eigentliche Quelle an Bedeutung. Ob Dich Dein Sonos da auf Dauer glücklich macht, weiß ich nicht. Ein verzeihender, musikalischer Wandler kompensiert da u.U. einiges, so dass es insgesamt befriedigender klingen kann......
... genau das ist der springende Punkt. RME selbst schreibt dazu, das sie eine Menge Aufwand betreiben ihre Geräte bezüglich Stromverbrauch USB-konform zu konzipieren. Was einerseits bedeutet das die Geräte trotz USB Versorgung sehr sauber klingen, jedoch ob des sehr geringen Stromes etwas dünn vom Klang daherkommen.

Dazu noch etwas zu den verwendeten Netzteilen. Schaltnetzteile besitzen den Vorteil das ihre Schaltfrequenz z. T. weit ausserhalb des Hörbereichs liegt, bei Funk z. B. gar bei ca. 180kHz. Die auftretenden Störungen sind somit nicht hörbar, und ob der hohen Pulsfrequenz sind die Pufferkondensatoren quasi ständig voll. Leider werden die Netzteile in sehr vielen Fällen recht schwach ausgelegt - bei aller Präzision, welche die Schaltnetzteile gewährleisten, führt genau das zu diesem etwas substanzlos wirkendem Klangbild.
Klassische lineare Netzteile mit der üblichen Überdimensionierung haben diesen Effekt nicht, bergen in sich jedoch eine böse Falle. Durch die "Schaltfrequenz" von 100 Hz (2x 50 Hz), welche in hochwertigen Netzteilen zwar zum Verbraucher hin abgeblockt wird, jedoch nicht rückwirkend zum Trafo, können in den Trafowindungen mehrfach reflekiert werden, und übertragen sich je nach Montageart mehr oder weniger aufs Gehäuse und somit auf die Masse. Es handelt sich um die Frequenzen 100 - 200 - 300 - 400 Hz (typ. Grenzfrequenz eines Ringkerntrafos), welche sich wie ein Einsatz eines Spectralizers in diesem Frequenzbereich bemerkbar machen können. Es gehört eine Menge Aufwand dazu diese Störfrequenzen vom Signal fernzuhalten, selbst Werte von -80 dB führen hier zu Verfärbungen. Und das sind genau die, welche uns ein wärmeres oders satteres Klangbild vorgaukeln.

@Wolfram: noch etwas - wenn eins von den beiden Geräten wirklich insgesamt besser wäre, dann würde du das sofort zweifelsfrei hören. Will sagen, beide sind nicht perfekt.

Was den RME Wandler angeht, so wird der Einsatz eines hochwertigen Netzteils zwar eine Steigerung bieten, jedoch ist der Effekt begrenzt, eben wegen der internen begrenzten Stromführung. Willst du mit einem prof. Wandler einen "HiFi" oder "Highend"-Wandler das fürchten lehren, so wirst du deutlich mehr Geld investieren müssen. Einzige Alternative in der Preisklasse dürften/könnten die Mytek DACs sein - http://www.thomann.de/de/mytek_digital_stereo96_dac.htm - alte Version, und hier die neue Version - http://www.thomann.de/de/mytek_digit..._preamp_bk.htm

Letzendes sind die RME-Wandler schon sehr tolle Teile, nur zaubern können die für den Preis auch nicht.

Gruß

Suedalpler
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  #2  
Alt 23.04.2015, 11:18
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.676
Standard

Zitat:
Schaltnetzteile besitzen den Vorteil das ihre Schaltfrequenz z. T. weit ausserhalb des Hörbereichs liegt, bei Funk z. B. gar bei ca. 180kHz. Die auftretenden Störungen sind somit nicht hörbar
Was ist eigentlich dran an der Behauptung, daß Schaltnetzteile eher klangschädlich sind:
Zitat:
Diesbezüglich gab es in "L`Audiophil Nummer 27" eine eingehende Untersuchung von "Jean Hiraga", deren Aussage eindeutig war: in hochwertigen audiophilen Schaltungen haben diese Schaltungstypen nichts zu suchen.
http://www.tessendorf.de/te3tech.htm

Ist das Schnee von gestern oder grundsätzlich falsch? Wer kann das mal allgemeinverständlich beantworten? Jean Hiraga war ja ein allgemein anerkannter Entwickler.
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  #3  
Alt 23.04.2015, 11:22
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.676
Standard

Ich mag auch keine Digitalweichen.......

Aber lassen wir das besser hier. Es ist ja jeder zufrieden mit der Art und Weise, wie er hört.
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  #4  
Alt 23.04.2015, 11:36
oncle_tom oncle_tom ist offline
 
Registriert seit: 11.06.2009
Beiträge: 856
Standard

Bei gleichem finaziellen und technischen Aufwand sehe ich keine Nachteile von Schaltnetzteilen. Zumindest bei meiner mal besessenen Chord-Endstufe habe ich nichts negatives gehört, eher in Gegenteil.

Peter
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  #5  
Alt 23.04.2015, 11:49
Wonneproppen Wonneproppen ist gerade online
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 3.194
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Bitte nicht schon wieder Tessendorf.
Herr Tessendorf hat keine technischen Dogmen für die ganze Welt aufgestellt, die seitdem nicht mehr hinterfragt werden dürfen.
Und nur weil er im Prinzip recht hat, bedeutet es nicht, dass man Probleme nicht konstruktiv beseitigen kann. Wie immer gilt das Geschick des Entwicklers mehr als verallgemeinerte Glaubenssätze.
__________________
"Wer herausgeht, muß auch wieder hereinkommen."
Herbert Wehner
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  #6  
Alt 23.04.2015, 11:56
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.676
Standard

Wonneproppen,

du mußt einfach mal lernen, richtig zu lesen. Im verlinkten Text von Tessendorf wird auf Jean Hiraga verwiesen, der in einer angesehen Zeitschrift - zumindest was das früher eine - eine Untersuchung hinsichtlich Schaltnetzteile veröffentlicht hat. Und das erwähnt Tessendorf und sagt, eigene Untersuchungen würden seine Ergebnisse bestätigen. Einfach mal lesen, was jemand schreibt.

Meine Frage richtet sich aber auch an Leute, die sich auf diesem Gebiet auskennen. Wir haben ja einige wirkliche Fachleute, so z. B. KSTR hier. An die habe ich gedacht. Sie könnten meine Frage wohl allgemeinverständlich beantworten. Und nur darum ging es mir, nicht, um für Tessendorf Werbung machen zu wollen. Das hat weder er noch ich nötig.

Alles klar jetzt?
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  #7  
Alt 23.04.2015, 12:04
OpenEnd OpenEnd ist gerade online
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Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.949
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Hallo Franz,

es ist egal ob analog oder digital. Hauptsache, es ist richtig gemacht. In der Digitaltechnik haben es sich zu Anfang ein paar Entwickler zu einfach gemacht und daher ein schräges Bild der Digitaltechnik erzeugt. Daher muß man die damaligen Erfahrungen nochmals überdenken.
Vor nicht all zu langer Zeit kam die Frage auf, warum z.B. Neumann wieder analoge Filter einsetzt an Stelle von digitalen IR-, bzw. FIR Filtern. Warum setzt Geithain keine digitalen Filter in den Lautsprechern ein? Ein Fachmann hat es mir neulich erklärt. Es liegt nicht an der digitalen Unzulänglichkeit. Diese ist längst überwunden. Es liegt daran, dass bei einem Langzeitprodukt wie z.B. einem Studiomonitor die Produktionszeiträume der Mikroprozessoren zu kurz sind und daher die Gefahr besteht, keine funktionsfähigen Ersatzteile nach etlichen Jahren liefern zu können. Rundfunkanstalten bestehen teilweise auf rein analoge Bauweise.
Daher werden die z.B. die Weichen innerhalb der Lautsprecher analog gefiltert und es gibt für digitale Filterung externe Controller.

Grüssle vom Charly
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Andersdenkende denken oftmals anders als man denkt
Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #8  
Alt 23.04.2015, 12:13
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.676
Standard

Hallo Charly,

Zitat:
In der Digitaltechnik haben es sich zu Anfang ein paar Entwickler zu einfach gemacht und daher ein schräges Bild der Digitaltechnik erzeugt. Daher muß man die damaligen Erfahrungen nochmals überdenken.
Mag so sein, kann ich nicht wirklich beurteilen, bin Hörer, kein Techniker. Mich haben bisher keine digitalen Systeme bei Lautsprechern wirklich überzeugen können. Was aber nichts heißen will. Das Digitale wird die Zukunft werden, gar keine Frage. Ob es wirklich besser wird, wage ich dennoch zu bezweifeln. Es wird auch gute Gründe geben, wenn so mancher kluge Kopf sich dem verweigert. Ich bin wie gesagt nur Hörer und entscheide nach meinen klanglichen Vorstellungen.

Und ich bin kein genereller Feind des Digitalen, das dürfte auch klar sein. Aber wenn es angewandt wird, dann muß es besser sein, sonst brauche ich das nicht. Und da sehe ich auf dem Gebiet der Lautsprecherentwicklung so manches, was mich zweifeln läßt. Oft wird das angewandt, weil sie es anders nicht hinbekommen bzw. weil es die Arbeit erleichtert. Gut ist aber was anderes.....
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  #9  
Alt 23.04.2015, 12:31
OpenEnd OpenEnd ist gerade online
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 6.949
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Hallo Franz,

so mancher Entwickler ist so wie wir auch in die Jahre gekommen und hat garnicht mehr die Lust oder die Power, sich in die Digitaltechnik so einzuarbeiten, dass die Ergebnisse seinem eigenen Anspruch genügen. Ich würde auch keinen digitalen Vorverstärker entwickeln, sondern würde bei meinem analogen Wissen bleiben.

Nichtsdestotrotz hat die Ella ein geniales Schaltnetzteil. Da vermisse zumindest ich kein analoges Netzteil. Ganz im Gegenteil.

Grüssle vom Charly
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Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #10  
Alt 23.04.2015, 12:37
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 7.676
Standard

Das ist ja das, worauf es ankommt, Charly, nämlich, daß man selbst erfahren kann, daß es besser ist als das, was man vorher kannte. Wenn ich diese Erfahrung auch selbst machen kann, dann nehme ich auch das Bessere. Ich bin da ganz offen.
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